Mit wenigen Handgriffen kann SMART LIGHT dazu beitragen das Einbruchsrisiko zu senken. (Photo: sdecoret /shutterstock.com)

Wohl jeder der kurz vor dem Aufbruch in den wohlverdienten Urlaub steht, kennt das Gefühl, dass einen beschleicht, wenn man seine Wohnung oder sein Haus für einige Zeit alleine zurücklässt und hofft, dass man alles wieder so vorfindet, wie man es verlassen hat. Urlaubszeit ist leider auch Einbruchszeit. Selbst wenn man dreimal alle Fenster und Türen überprüft hat und die Nachbarn regelmäßig den Briefkasten leeren, eine absolute Sicherheit das man auch dieses Jahr wieder von einem Einbruch verschont bleibt, gibt es nicht.

Man kann aber einiges tun, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren Opfer eines Einbruchs zu werden. Die nahe liegendste Idee ist eine Alarmanlage. Aber die alarmiert uns in der Regel auch erst, wenn schon jemand im Haus oder in der Wohnung ist. Daher raten auch immer mehr Beratungsstellen der Polizei, präventiv aktiv zu werden. Wer bereits Smart Lights wie zum Beispiel PHILIPS HUE, OSRAM SMART+ oder IKEA TRÅDFRI bei sich installiert hat, kann mittels einer einfachen Programmierung per App potenzielle Einbrecher täuschen, indem er während seiner Abwesenheit die Beleuchtung der Räume zeitgesteuert ein- und ausschaltet. Wie einfach dieses geht, zeige ich Euch im Folgendem.

Für unser Beispiel haben ich das System von PHILIPS HUE und die iPhone-App verwendet. Aber auch mit den anderen Systemen ist eine solche Programmierung möglich. Für unser Beispiel gehe ich davon aus, dass das PHILIPS HUE System bereits in mehreren Räumen installiert ist.

Step 1

Step 1: Zur Einrichtung einer zeitgesteuerten Beleuchtung der verschiedenen Räume öffnet ihr zunächst die Philips Hue App und klickt in der unteren Leiste auf den Menüpunkt „Routinen“.

Step 2

Step 2: In dem sich daraufhin öffnenden Menü hat man verschiedene Möglichkeiten, Routinen für verschiedene Anwendungsbereiche zu definieren. Die von uns vorgesehene zeitgesteuerte Beleuchtung realisieren wir mit dem Menüpunkt „weitere Routinen“.

Step 3

Step 3: Sobald ihr darauf geklickt habt, erscheint eine Übersicht der individuellen Routinen, die ihr bereits erstellt habt und könnt sehen, ob diese aktiviert sind oder nicht. Zum Anlegen einer neuen bzw. weiteren Routine klickt ihr auf den Button „individuelle Routine erstellen“.

Step 4

Step 4: Daraufhin öffnet sich ein Dialogfenster wann, eine entsprechende Routine beginnen soll. Hier klickt ihr auf „Zu einer bestimmten Uhrzeit“.

Step 5

Step 5: Jetzt öffnet sich das Fenster, in dem die neue Routine angelegt wird. Als Erstes gebt Ihr im oberen Feld den Namen der Routine an. Damit Ihr später die Routinen leicht voneinander unterscheiden könnt, sollte der Name selbsterklärend gewählt werden und mit wenigen Worten beschreiben, was Ihr wann schaltet.

Step 6

Step 6: Nachdem der Name der Routine festgelegt wurde, wird nun angegeben, wann die Routine ausgeführt werden soll. Zunächst legt ihr die Uhrzeit fest, wann die Beleuchtung aktiviert werden soll. Anschließend legt ihr durch das Anklicken der Anfangsbuchstaben der Wochentage fest, an welchen Tagen der Woche die Routine aktiv sein soll. Da Einbrecher teilweise mehrere Tage zuvor ihre möglichen Einbruchsziele auskundschaften, kann man hier durchaus etwas Kreativität an den Tag legen, damit die Täuschung umso besser wird.

Step 7

Step 7: Der nächste Step verbessert die Täuschung ebenfalls. Durch das Aktivieren des „Zufallsmodus“ wird die die Start- und Stopp-Zeit täglich verändert. Die Zeitdauer bleibt dabei jedoch konstant. Somit können potenzielle Einbrechern nicht oder nur erheblich schwerer ein Muster zu erkennen, falls sie über mehrere Tage im Voraus das Haus oder die Wohnung beobachten.

Step 8

Step 8: Im Folgenden kann man den Varianzbereich festlegen, also die Zeit um die sich der Beginn der Routine nach vorne oder nach hinten verschieben kann. Standardmäßig sind bei Aktivierung des Zufallsmodus 30 Minuten aktiviert. Je nach Belieben kann man diese aber auch in 15-Minuten-Schritten zwischen 15 und 60 Minuten selbst festlegen und verändern.

Step 9

Step 9: Im nächsten Schritt wird nun festgelegt, für welche Räume die Routine angewandt werden soll. Damit der Schaltvorgang nicht zu lange dauert, kann je Routine die Beleuchtung für maximal 4 Räume gleichzeitig ein- bzw. ausgeschaltet werden. Dieses sollte aber auch reichen, da es für einen Beobachter nicht sehr realistisch erscheint, wenn das Licht zeitgleich in vier Räumen gleichzeitig an- und ausgeht. Im Idealfall sollte die Schaltung der Beleuchtung für jeden Raum einzeln definiert werden. Das ist zwar etwas mehr Aufwand bei der Einrichtung, verbessert die Täuschung des Beobachters von außen erheblich.

Step 10-1

 

Step 10-2

Step 10: Ist der Raum oder sind die Räume ausgewählt, stellen wir im nächsten Schritt die „Szene“ ein, also die Helligkeit und den Farbton, sofern das jeweilige Leuchtmittel dieses ermöglicht. Standardmäßig ist die Szene „Hell“ vorausgewählt. Dieses bietet zwar den Vorteil, dass die Beleuchtung auch von weitem gut zu sehen, leuchtet aber auch den Raum bzw. die Räume gut aus, so dass jemand, der sich trotzdem nähert, ggf. auch von außen erkennen könnte, dass sich in Wirklichkeit niemand in der Wohnung oder in dem Haus befindet. Daher haben wir in unserem Beispiel die Szene aus „Gedimmt“ verändert, um von außen keinen zu guten Einblick zu ermöglichen.

Step 11

Step 11: Im letzten Schritt legen wir nun noch fest, wann die Routine beendet werden soll. Unter dem Auswahlpunkt „Zimmer ausschalten um“ steht als Standard „Unternehme nichts“. Hier stellen wir nun die Auswahl auf „Zu einer bestimmten Uhrzeit“ und legen fest, wann das Licht wieder ausgehen soll. Durch die Auswahl des Zufallsmodus (siehe Step 7) wird damit nicht die tatsächliche Uhrzeit zum Ausschalten der Beleuchtung festgelegt, sondern in diesem Fall nur die Dauer. Als Letztes sichern wir nun noch diese Routine (oben rechts) und aktivieren auf der Übersichtsseite die Routine durch aus Anklicken des Schiebeschalters.

Erstellt man zum ersten Mal eine solche Routine, sollte man zunächst eine kleine Test-Routine anzulegen, um zu überprüfen, ob auch alles so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat. Je mehr Routinen erstellt werden und je besser, diese auf einander abgestimmt sind, desto besser sind die Täuschung und somit auch die Abschreckung ungebetener Gäste.

Wichtig ist, dass die (physischen) Lichtschalter der Räume beim Verlassen der Wohnung so geschaltet sind, dass das Smart Light System die Lampen auch ein und ausschalten kann. Das kann man am besten überprüfen, indem man den physischen Lichtschalter des jeweiligen Raums betätigt bis das Licht im Raum angeht und im Anschluss über die App ausschaltet.

Natürlich kann die Täuschung mit der Schaltung weiterer Smart Home Anwendungen wie zum Beispiel TV, Rollläden oder Soundsysteme noch weiter perfektioniert werden.

Vergesst auch nicht, die Routinen nach Eurer Rückkehr wider zu deaktivieren. Ansonsten kann man am ersten Abend auf dem heimischen Sofa den Eindruck erhalten, dass Euer Smart Home Eigenleben entwickelt hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*